Zuckersüßer Freund oder tödlicher Feind?

Zuckersüßer Freund oder tödlicher Feind?
Die Regale im Supermarkt sind voller Light-Produkte. Fett wurde jahrzehntelang verteufelt. Mit Zucker dagegen verbinden wir Kindergeburtstage, Feiern, Feste, schöne Dinge also. Aber jetzt wird klar: der wahre Feind ist das weiße Gold…

Studien haben es belegen können: Zucker, in welcher Form auch immer, schadet dem Körper. Da macht es auch keinen großen Unterschied, ob wir raffinierten weißen Zucker oder Agavendicksaft oder gar die ganz harmlos klingende Isomaltose zu uns nehmen. Zucker bleibt schädlich. Letzteres tötet uns sogar nachweislich in kleinen Dosen, denn die Isomaltose wird fast überall verarbeitet.

Zucker macht das Leben süß! Zuviel davon verkehrt es ins Gegenteil. Es wird ganz bitter, denn wir werden krank davon. Kinder haben heute ein viel höheres Risiko an Diabetes mellitus II – dem “Altersdiabetes” wohlgemerkt – zu erkranken als noch vor 10 Jahren.

Den Zuckerbestandteil Glukose, den der Körper für Muskeln und Gehirn benötigt, kann er eigentlich ganz problemlos aus Früchten, Gemüse, Reis, Brot, Kartoffeln und Fleisch ziehen. Die “leeren” Kalorien, die wir aus Zucker einnehmen machen uns nur kurzzeitig glücklich. Der Frust kommt schon kurz darauf und mit ihm der Hunger. In Deutschland ist mittlerweile jeder Fünfte krankhaft fettsüchtig. Das ist kein individuelles Problem mehr, sondern auch ein gesellschaftliches, denn die Kosten sind enorm.

“Würde Zucker heute erfunden, würde er nicht mehr als Nahrungsmittel zugelassen.” Wolfgang Siegfried

Mag sein, dass der Leiter der Adipositas-Klinik Insula in Bischofswiesen, das etwas überspitzt formuliert hat, denn die Dosis macht das Gift. Aber genau hier liegt das Problem. Wir haben die Dosis schon lange nicht mehr im Griff. Die Industrie “mogelt” den Zucker in 80% unserer fertigen Nahrungsmittel. Da hilft nur, sich die Zutatenliste, die sich häufig mehr wie eine chemische Zusammensetzung liest, vorzunehmen. Alles was auf -ose endet, Malz, Dextrin oder Sirup beinhaltet ist Zucker. Aber es gibt auch eine gute Nachricht: je weniger Zucker wir dem Körper zuführen, desto weniger braucht er es. Nach nur drei Wochen Stoffwechselkur beispielsweise ist der Schmacht nach Zucker so gut wie weg. Die Süße aus ein bisschen Obst reicht dann vollkommen aus, um Glückshormone (Serotonin) auszuschütten. Wenn das mal keine gute Botschaft ist!

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