Training gegen Typ-2-Diabetes

Training gegen Typ-2-Diabetes
Auf der FIBO@business 2020 präsentierte Prof. Neil Reeves die Ergebnisse seiner Forschung bezüglich Diabetes Typ 2 und erklärte inwieweit die Behandlung und Prävention durch Training möglich ist.

Prof. Neil Reeves ist Professor für Muskuloskelettale Biomechanik und Leiter des Zentrums für Forschung und Austausch in Wissenschaft und Technik an der Manchester Metropolitan University. In seiner Rolle als international führender Wissenschaftler für diabetische Neuropathie, Bewegungsbehinderung und Training beschäftigt er sich über die Art, Intensität und den Umfang, den Training haben muss, um bei der Prävention und Behandlung von Typ-2-Diabetes effektiv zu sein und gaben einen Ausblick darauf, inwiefern der technologogische Fortschritt dabei nützlich ist.

Typ-2-Diabetes ist heute die häufigste Form von Diabetes weltweit

Im Jahr 2020 verkündete die WHO: „In den letzten drei Jahrzehnten ist die Verbreitung von Typ-2-Diabetes, sprich nicht-insulinabhängiger Diabetes, in Ländern aller Bevölkerungsschichten dramatisch gestiegen. Weltweit wurde das Ziel gesetzt, den Vormarsch von Diabetes und Übergewicht bis 2025 zu stoppen.“ Damit ergibt sich laut Prof. Neil Reeves, eine entscheidende Gelegenheit für die Gesundheits- und Fitnessindustrie: „Heutzutage ist Typ-2-Diabetes mit etwa 90-95% die am weitesten verbreitete Form von Diabetes weltweit. Das ist wesentlich auf die jahrelang schlechte Ernährungsweise und den inaktiven Lebensstil der Weltbevölkerung zurückzuführen. Die Branche kann nicht nur bei der Prävention, sondern auch bei der Lösung dieses Problems helfen.“

Training hat quasi einen insulinähnlichen Effekt

Bei der Behandlung von Insulinresistenz kann Training, so Prof. Reeves, die Aufnahme von Glukose aus dem Blut auslösen und damit helfen einen angemessenen Blutzuckerspiegel aufrecht zu erhalten. Damit kann man Diabetes nicht nur direkt entgegenwirken, sondern auch vorbeugen. Und Training ist nur ein Aspekt aus dem breiten Spektrum der Bewegung. Laut Prof. Neil Reeves gibt es eine Vielzahl verschiedener Ausprägungen von Bewegung, die helfen können: „Körperliche Aktivität, Training oder Sport – alles ist sinnvoll. Deshalb sollten Diabetiker so viel körperliche Betätigung wie möglich in den Tagesablauf integrieren.“

Wie sich Bewegung auswirkt

Prof. Reeves erklärte, dass die größte Fläche für Glukoseaufnahme im menschlichen Körper die Skelettmuskulatur ist: „Wenn also die Skelettmuskeln aktiv sind, kann das sehr effektiv sein. Kurz gesagt: Je mehr wir unsere Muskeln bewegen, desto mehr Glukose nehmen wir aus dem Blut auf“. Aktive Menschen reagieren sensitiver auf Insulin als inaktive. Gemäß Prof Neil Reeves beweisen Studien, dass Muskeln von Menschen die nicht trainieren, nach einem Trainingsprogramm tatsächlich sensitiver werden: „Wir wissen also, dass dies reversibel ist und strukturiertes Training den Organismus verbessert, ganz egal von welchem Punkt man startet.“

Welche Art von Training ist am besten?

In der Vergangenheit wurde Diabetikern in der Regel aerobes Training verschrieben. Allerdings gibt es laut den beiden Experten auch noch weitere Trainingsarten, die bei der Prävention und Behandlung von Diabetes unterstützen können. „Oft haben Diabetiker Probleme mit ihrem Gleichgewichtssinn, so dass die Verbesserung der Balance und damit die Minimierung des Sturzrisikos durch Gleichgewichtsübungen sinnvoll sein kann,“ erklärt Prof. Reeves. Darüber hinaus ist auch die Stärkung der Muskeln, zum Beispiel durch effektives Krafttraining für Diabetiker von Nutzen:

  • Aerobes Training: Verbesserung des Blutzuckermanagements, Verbesserung der Nervenfunktionen (Leistungsgeschwindigkeit und -fähigkeit)
  • Gleichgewichtsübungen: Verbesserung der Balance, Körperhaltung und Reduzierung des Sturzrisikos
  • Krafttraining: Verbesserung der Körperhaltung, der motorischen Fähigkeiten, mehr Kraft, Verbesserung des Herzkreislauf-Systems, Reduzierung des Sturzrisikos

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass jede Art von Training und körperlicher Betätigung positive Auswirkungen auf Diabetiker hat. Während aerobes Training auf die Fettverbrennung abzielt, unterstützt Krafttraining hauptsächlich die Verwertung von Kohlenhydraten und die Blutzuckerkontrolle. Prof. Reeves sagt: „Idealerweise kombiniert man Aerobes Training und Krafttraining“. Und genau an diesem Punkt kommt die Gesundheits- und Fitnessindustrie zum Zug. Die Branche sollte Lösungen bieten und Angebote machen, die das unterstützen. Als Beispiel für die Kombination aus Aeroben Training und Krafttraining nennt Reeves das Zirkeltraining.

Technologie war einer der Gründe für den Zuwachs von Typ-2-Diabetes, kann aber jetzt auch die Lösung sein

Dem Experten der Manchester Metropolitan Universität zufolge muss die Menschheit ihren Lebensstil langfristig hin zu einem gesünderen und aktiveren Leben anpassen. Die Gesundheits- und Fitnessindustrie ist genau dort gefragt! Sie sollte für mehr Bewegung werben, die Menschen dafür gewinnen und sie motivieren dabei zu bleiben. Neue Technologien können dabei helfen, Training zu personalisieren, einzelne Übungen zu kontrollieren, generierte Daten umfassend zu nutzen sowie Trainingspläne einzuhalten. Dieses Art von Training gewährleistet planB-sports. Zumal dort ein Training durch die ständige Absicherung über den Trainer vor Ort gewährleistet ist.

Bewegung endet natürlich nicht an der Fitnessstudiotür: „Wie sich die Menschen außerhalb des Fitnessstudios, in ihrem täglichen Leben bewegen, ist wahrscheinlich genauso wichtig.“ Das kann eine echte Chance für die Gesundheits- und Fitnessindustrie sein: „Die Bereitstellung eines spezifischen Ökosystems kann Menschen dabei unterstützen aktiv zu sein, egal wo sie gerade sind“, sagt Prof. Reeves. Prof. Reeves. Es geht darum die passende Atmosphäre in den eigenen Räumlichkeiten zu generieren: „Für jemanden mit Typ-2-Diabetes, der bisher eher einen inaktiven Lebensstil geführt hat und vielleicht noch nie in einem Fitnessstudio war, kann dies ein ziemlich einsamer und einschüchternder Ort sein. Um diese Zielgruppe zu gewinnen, sollte man eine Wohlfühlumgebung schaffen. Im nächsten Schritt kann, mit der Hilfe von Technologie, ein individuelles Erlebnis für jeden einzelnen kreiert werden. Letztendlich geht es um folgendes: Bringe sie zu dir, behalte sie bei dir und unterstütze sie dabei einen dauerhaft gesunden Lebensstil zu entwickeln und für den Rest ihres Lebens zu erhalten.“ All diese Aspekte werden in planB-sports berücksichtigt und gelebt.

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