Risikogruppe - und jetzt?!

Risikogruppe - und jetzt?!
Die Angst an Covid-19 zu erkranken sitzt bei vielen noch immer tief. Die Medien tragen zur Verunsicherung bei und nirgendwo ein Lichtblick. Aber sind wir der Gefahr einer Ansteckung wirklich hilflos ausgeliefert?

Ein Muskel, der einen Trainingsreiz gesetzt bekommt, mobilisiert hormonähnliche Botenstoffe, sogenannte Myokine. Diese stimulieren im Muskel zusätzliche Abwehrkräfte und aktivieren so das ganze Abwehrsystem des Körpers. Körpereigene Fresszellen vermehren sich und werden sechs Mal aktiver. Sie vernichten Viren und Bakterien. Ein körpereigener Vorgang, ohne den die Menschheit vermutlich nicht einmal die Steinzeit überlebt hätte.

Wissenschaftlich Untersuchungen der Forscherin Bente Klarl* an der Universität Kopenhagen (Dänemark) haben gezeigt, dass sich nach einem gezielten Training bis zu 20x mehr Myokine im Blut befanden, als vor der muskulären Beanspruchung.

Wilhelm Bloch von der Deutschen Sporthochschule Köln verwendet das Bild der „körpereigenen Apotheke“. Er sagt: „Mit Sport sorgen wir dafür, dass die Muskeln und das umliegende Gewebe Stoffe freisetzen, die im Körper positive Wirkungen hervorrufen.“

Wissenschaftler vermuten, dass beim Muskeltraining auch ganz spezielle Stoffe freigesetzt werden, die sogar vor Krebs schützen. In Studien konnte dadurch die Brust­krebs-Rate bei Frauen um 47 Prozent gesenkt werden, das Darmkrebsrisiko um 33 Prozent. Es ist belegt, dass Myokine viele heilsame Effekte haben wie beispielsweise:

  • Anregung des Fettstoffwechsels
  • Steigerung des Grundenergiebedarfs
  • Aufbau von Skelettmuskulatur
  • Verbesserung der Durchblutung
  • Anregung des Knochenwachstums
  • Heilung von Entzündungsvorgängen
  • Bildung neuer Gefäße

Und damit leisten sie einen erheblichen Beitrag für unsere Gesundheit. Darüber hinaus verbrennen Muskeln Fett, formen den Körper, stärken Herz und Gelenke, senken den Blut­druck, reinigen das Blut und sorgen für einen tiefen, erholsamen Schlaf. Dies alles sind ebenfalls elementare Parameter, die unseren Körper vor Krankheit und Anfälligkeit schützen. Zumal die psychische Komponente damit noch gar nicht erfasst ist. Diese ist ausschlaggebend, wenn es um unser Immunsystem geht. Deshalb wird das Stichwort “Resilienz” heute im Zusammenhang mit Covid-19 immer häufiger gebraucht.

In einem Bericht der Nato im Falle einer Pandemie heißt es wiederholt an mehreren Stellen, dass Regierungen und Medien vermeiden sollten Angst zu verbreiten. Dies ist im Fall von Covid-19 nicht erfolgt. Im Gegenteil. Psychologen und Psychater gehen davon aus, dass die Anzahl der Angststörungen, Depressionen bis hin zu Suiziden in den kommenden Monaten deutlich steigen wird. Trainierende Menschen sind hingegen ausgeglichener. Durch Training werden Glückshormone freigesetzt und die psychosomatische Basis gestärkt.

Wem diese Faktoren noch nicht genügen, der kann aber noch eine Menge anderer Dinge tun, um sich zu stärken:

1. Die Ernährung: Eine gesunde und ausgewogene Ernährung stellt dem Immunsystem alle benötigten Vitalstoffe in ausreichender Menge zur Verfügung. Dazu zählen insbesondere Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente. Die Ernährung sollte möglichst abwechslungsreich sein.
2. Luft tanken durch Spaziergänge
3. Viel Wasser/ungesüßten Tee trinken
3. Darmgesundheit in den Fokus stellen, denn das Immunsystem beginnt (oder endet) im Darm.
und dann kommen wir nicht daran vorbei: 4. Training – Training – Training, denn Bewegung alleine reicht nicht aus!

Wenn Sie Fragen haben, rufen Sie uns an. Sollten wir nicht abnehmen, sind wir beim Training mit unseren Kunden (hinterlassen Sie gerne eine Nachricht auf dem AB wir rufen zurück): 0228-422 577 98

*Bente Klarl und Pedersen, Thorbjörn C. A. Åkerström, Anders R. Nielsen and Christian P. Fischer: Role of myokines in exercise and metabolism. (PDF; 69 kB) In: J Appl Physiol 103:1093-1098, 2007. doi:10.1152/japplphysiol.00080.2007

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